Eine gute Geschichte ist wie ein Fenster in eine andere Welt, hat mal ein schlauer Mensch gesagt. Doch oft bleibt das Fensterglas trüb – die Worte, die wir lesen, sprechen uns nicht wirklich an. Dabei ist es recht einfach, unseren Worten mehr Leben einzuhauchen und unsere Geschichten erlebbarer zu machen. Dazu müssen wir nur die Sinne unserer Leserinnen ansprechen, und zwar alle fünf: Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Fühlen.
Show, don’t tell – wenn Sie Teil 1 dieser Reihe gelesen haben, dann wissen Sie jetzt, wie man das bloße Berichten vermeidet und die Handlung stattdessen lebendig zeigt. Aber müssen wir dieses Show grundsätzlich immer anwenden, oder gibt es auch Situationen, in denen Tell erlaubt oder gar erwünscht ist?
Mehr Show, weniger Tell! Diesen Rat haben sicher alle Autoren zu Anfang ihrer Schreibkarriere irgendwann einmal erhalten. Wir sollen als Autoren also nicht so viel berichten bzw. erklären, sondern mehr zeigen. Aber wie geht das eigentlich? Und woran erkennt man, wann man berichtet, statt zu zeigen?